MIKROTOMSCHNITTE

Hergestellt von Manfred Neumann

Wie kam ich dazu, botanische Mikrotomschnitte herzustellen?

Zunächst ein paar einleitende Worte, um einige spätere kurze Ausführungen verständlich zu machen:

Bis auf eine Unterbrechung während der Studienzeit lebte ich bis Sommer '61 in einem Vorort der Stadt Brandenburg. Schon während der Schulzeit wurde mein Interesse durch meinen damaligen Biologielehrer für das Gebiet Biologie sehr angeregt - ich wollte nach dem Abitur das Fach Biologie belegen, aber eine Immatrikulation für Biologie wurde mir aus politischen Gründen (DDR) verwehrt. Da meine mathematischen Kenntnisse auch ganz passabel waren, wurde mir statt dessen das Studium der Ingenieurswissenschaften (Fachbereich Maschinenbau) angeraten. Nach fast achtjähriger Konstruktionstätigkeit am Reißbrett (Schwerpunkt Getriebebau) sattelte ich um und legte nach einer zweijährigen Probezeit ein Prüfung zum Technischen Aufsichtsbeamten ab und wurde verbeamtet.

Ab 1973/74 wurde u.a. der Strassburger meine immer wiederkehrende Heimlektüre. Botanische Bestimmungsbücher wie Schmeil-Fitschen und Rothmaler kamen allmählich hinzu. Um 1980 kaufte ich mir dann mein erstes Mikroskop. Nun interessierte mich der morphologische Aufbau von Pflanzensprossen, Blattstielen, Blättern u.s.w., so daß ich mir nach meiner Pensionierung 1996 ein Rotationsmikrotom zulegte. Seitdem versuche ich meine Schneidetechnik zu verbessern und nach Möglichkeit artefaktfreie und gut gefärbte Schnitte herzustellen. Hilfreich hierbei sind und waren immer Herr Dr.Rosenfeldt während der monatlichen Zusammenkünfte der "Mikrobiologischen Gruppe" des "Naturwissenschaftlichen Vereins Hamburg". Wenn nötig stand mir Dr.Rosenfeldt auch außerhalb unserer Zusammenkünfte mit seinem umfangreichen Wissen zur Verfügung.

Schlicht und einfach: Das Interesse an der Botanik führte mich letztendlich zum Herstellen botanischer Mikrotomschnitte, aber auch von histologischen Schnitten.

Manfred Neumann

         
         
   
         
         

Aber so schön Mikrofotos auch sein mögen - nichts geht über den Detailreichtum und die Brillanz der Schnitte, wenn man sie mit dem Mikroskop betrachtet!




Die Bilder wurden heruntergesampelt.

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